Direktkontakt

Haben Sie eine Anfrage? Rufen Sie uns an, schreiben
Sie uns eine Mail oder füllen Sie das Kontaktformular aus.

Telefon: 0511 - 880012
Email:
info@malerfachbetrieb-hannover.de

Referenzen

Wir arbeiten Hand in Hand mit anderen Gewerken für unsere privaten und gewerblichen Auftraggeber.  Firmenpool + Referenzen

Anders lüften

 

Oft, kurz und kräftig: So kann intelligentes Lüften des Wohnraums mit Schlagworten formuliert werden. Ziel muss immer ein gesundes Raumklima sein ? und die zuverlässige Vermeidung von Schimmel.

 

In alten Häusern sorgten früher undichte Fenster und Türen für eine energiefressende ?Zwangsbelüftung?. In neuen oder sanierten Gebäuden gibt es so einen ungewollten Luftaustausch nicht mehr. Um Sauerstoff zu- und um Feuchtigkeit abzuführen muss daher gezielt und kontrolliert gelüftet werden. Das ist eine Kunst, die aber schnell erlernt werden kann.

 

Die wichtigsten Fehler gleich plakativ zum Einstieg ins Thema: Die Fenster über einen längeren Zeitraum gekippt zu halten, ist definitiv falsch. Das verbraucht sehr viel Heizenergie. Das Gleiche gilt für zu langes ?Querlüften?, das ebenfalls zu energieaufwendig ist und den Wohnraum zu sehr auskühlt.

 

Wie sieht die richtige Belüftungs-Alternative aus? Das wiederum unterliegt dem Wandel der Jahreszeiten. In den Sommermonaten ergeben sich meist keine Probleme, weil problemlos gelüftet werden kann, ohne auf die Uhr oder aufs Thermometer zu schauen. So stellt sich ein Gleichgewicht zwischen innen und außen ein.

 

In den Übergangszeiten empfiehlt es sich, früh morgens und spät abends zu lüften, um effektiv die Feuchtigkeit zu entsorgen. Die Luft im Freien ist zu diesen Zeiten abgekühlt und enthält weniger Wasserdampf, kann also Feuchtigkeit aus der Wohnung besser aufnehmen.

 

Überraschend ist für viele, dass in den Wintermonaten die kalte und ?trockenere? Luft im Freien ideal für den Abtransport der Feuchtigkeit aus den Wohnräumen ist. So kann ausgerechnet in einem strengen Winter ein Gebäude ideal trockengelüftet werden. Wichtig ist dabei aber, den Wohnraum nicht auskühlen zu lassen, sondern lieber öfter kurz und kräftig zu lüften.

 

Empfohlen wird, eine Wohnung mindestens viermal täglich zu belüften. Wenn es die Berufstätigkeit zulässt, sind die besten Zeiten fürs Lüften morgens nach dem Aufstehen, mittags, am Nachmittag und abends vor dem Schlafengehen. Die Dauer des Lüftens richtet sich nach den Außentemperaturen. Als Faustregel gelten fünf bis fünfzehn Minuten. Nach dem Duschen, Baden oder auch nach dem Kochen sollten die entsprechenden Räume am besten direkt belüftet werden.

 

Das Belüften der Räume nach den oben genannten ?Regeln? ist allerdings nur sinnvoll, wenn die Räume entsprechend beheizt sind. Bei schwach oder gar nicht beheizten Räumen ist der Belüftungsvorgang schwieriger.

 

Fensterlose Räume in der Mitte eines Gebäudes, oft gerade Nassräume, sollten durch fünf bis fünfzehn Minuten Querbelüftung über die angrenzenden Räume belüftet werden.

 

Die Gefahr von Schimmelpilzen droht, wenn Wände im Keller oder kalte Stellen in der Wohnung (Wärmebrücken ? oft noch fälschlicherweise ?Kältebrücken? genannt) feucht oder gar nass sind. Die im Volksmund sogenannten ?schwitzenden Wände? bieten den Schimmelsporen ideale Voraussetzungen, sich festzusetzen und auszubreiten. Richtiges Lüften ist für solche Stellen doppelt wichtig. Diese müssen beobachtet werden und möglicherweise über Dämmmaßnahmen ?entschärft? werden. Für die Kellerentlüftung ist es wichtig, dass die Lüftungsschächte frei gehalten werden.

 

Hilfreich für alle Belüftungsmaßnahmen kann es sein, das eigene ?Wohnverhalten? im Auge zu haben und wahrzunehmen, über welche Quellen Wasserdampf in die Wohnung kommt, wie diese Wasserdampf-Einbringung reduziert und wie die Feuchtigkeit durch intelligentes Lüften wieder aus der Wohnung entfernt werden kann.